Blog #9: Von Straßenbahnen und wenn Kindheitsträume wahr werden

Nach einer langen Pause geht es mit meinem Blog weiter, ich habe aber die Zeit in meinen Augen sinnvoll genutzt, wie diejenigen festgestellt haben, die mich auf Instragram fleißig verfolgen 🙂

Ich bin Eisenbahntriebfahrzeugführer und Stadtbahnfahrer ❤

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Wenn ich das hier so schreibe, kann ich es immer noch gar nicht glauben. Da bin ich auch nicht der einzige, meiner Mama geht es da genauso.

Wieso, weshalb, warum?

Mein Onkel, Gott hab ihn selig, war damals schon Jahrzehnte bei der Deutschen Bahn und er war einer von denen, bei denen der Beruf eine Berufung war statt bloß ein Job. Und welcher kleiner Junge träumt nicht davon, einmal die große Straßenbahn zu fahren? Andere wollten Feuerwehrmann oder Richter werden und ich eben das.
Doch wie die Zeit so spielt, man macht sein Abitur und möchte nicht mehr Feuerwehrmann werden, sondern studiert um dann in einem Büro zu sitzen. Mein Weg führte mich dann erstmal an die Uni, dann zu den Johannitern im Rettungsdienst und schließlich ins schöne Heidelberg.

Take a chance because you never know how perfect something might turn out 

Schließlich habe ich dann zufällig bei Facebook (ja, manchmal benutze ich das noch) Werbung vom hiesigen Verkehrsunternehmen gesehen und mein erster Gedanke war: das ist meine Chance!
Ich wusste, dass ich perfekt dazu passen würde. Ohne überheblich zu sein würde ich mich stets als zuverlässig und verantwortungsbewusst bezeichnen, sei es auch beim Rettungsdienst oder anderen Job, die ich inzwischen gemacht habe. Alkohol trinke ich wegen meinem Sport sowieso nie, und zeitlich flexibel durch die Uni war ich auch. (Ich war eh nur 2 mal die Woche da haha)
Somit habe ich mich als im Sommer beworben und wie ihr euch denken könnt: ich wurde angenommen! Es folgten ein Einstellungstest, mehrere Untersuchungen beim Arzt und allerhand anderer kleinerer Hindernisse aber schließlich war ich dann am 1.8. bereit für meinen ersten Tag in der Fahrschule!

Hatte ich Zweifel? Natürlich! Immerhin wollte ich Ende der Ferien noch Klausuren schreiben, die ich schon lange aufgeschoben hatte und ich wusste: entweder Klausuren oder der Führerschein, beides geht nicht! Ich wusste aber auch, dass das meine letzte Chance war, diesen Traum zu erfüllen. Jetzt oder nie, nach der Uni werde ich diese Möglichkeit nie mehr haben.

Kantinenessen und andere Unwegbarkeiten

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Wenn ich später einmal an die Zeit zurückdenke, wird mich diese Kantine auf jeden Fall verfolgen! Eins vorweg: sie war echt nicht so schlecht wie es immer aussah, das Mittagessen war mehr als ok!
Das Frühstück allerdings… was soll ich sagen, ihr habt es in meiner Story immer gesehen: Rindswurst, Blutwurst, Depreziner, Wurstsalat, Wurstgulasch, andere haben das Essen mehr als geliebt, für mich war es leider nichts. Als Veganerin wie meine liebe Freundin Sandra wäre man dort schlicht verhungert 😀

Generell war es nicht einfach, stets sich gesund und sinnvoll zu ernähren. Anders als bei einem Bürojob ist man den ganzen Tag von 7 Uhr morgens bis 16 Uhr unterwegs, danach für die Prüfungen lernen und dann noch 6 mal die Woche ins Training: unproblematisch war das wirklich nicht!
Oft genug lag ich nach einem langen Tag auf dem Sofa und hatte keine Lust mehr aufs Training. Sich anziehen, Tasche packen, der Hinweg und Rückweg… am Ende spricht mehr dagegen als dafür. Doch gerade dann ist es wichtig, an seine größeren Ziele zu denken. Wie viel ist man bereit zu investieren, wenn man in 1-2 Jahren doch mal auf die Bühne will? Ausreden hat jeder, jeder Tag für jeden ist 24 Stunden lang.

THERE’S NO SUCH THING AS WORK-LIFE BALANCE. THERE ARE WORK-LIFE CHOICES, AND YOU MAKE THEM, AND THEY HAVE CONSEQUENCES

Denkt dran Leute, alles was ihr macht hat Konsequenzen: das, was ihr esst und wie viel Sport ihr macht, entscheidet darüber, wie ihr ausseht.
Ein neuer Job führt dazu, dass ihr neue Menschen kennenlernt. Wie der Umzug in eine neue Stadt, kann das Fluch und Segen zugleich sein aber das Schöne ist: ihr habt es in der eigenen Hand. Am Ende entscheidet ihr selber, wie euer Leben aussieht.

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